Vero Beach – ganz klar das Highlight unserer Ausbildung. Von Januar bis April 2018 hat unsere Ausbildung uns nach Florida in den USA gezogen. Die Wetterbedingungen sind deutlich stabiler als in der Schweiz, sowie die Infrastruktur nicht zu Vergleichen. An der Ost- sowie an der Westküste gibt es mehr als doppelt so viele Flughäfen wie in der ganzen Schweiz. Dazu noch mit Kilometerlangen Betonpisten, die Tag und Nacht mit Verkehrskontrolle benützt werden können.

Einen Grössenvergleich zeit die Dimensionen bereits. Das blaue „Spinnennetz“ zeigt die von Uns oft benutzen Flugplätze. Deutlich zu sehen wieviele und wie nahe die einzelnen Flugplätze der Küste entlang liegen.

 

In Vero Beach vertieften wir in den ersten Wochen unsere Sichtflugerfahrungen aus der Schweiz, wie in der Flugphase 1 berichtet. Ganz ohne war dies jedoch nicht, denn erstens galt es einen deutlich anderen Flieger zu fliegen, die Piper Warrior III, sowie zweitens in einem komplett anderen Umfeld.

Die Navigation, über der Sumpflandschaft Everglades oder im inneren Lande von Florida um Lake Okechobee, war nicht immer ganz ohne. Wenige Ausgeprägte Landschaftliche Merkmale für die Navigation nach Sicht und Karte. Dafür entlang der Küste umso einfacher. Hier reiht sich Stadt an Stadt, sowie Flugplatz an Flugplatz.

Piper Warrior 3

Moderne Garmin Avionik wie bereits in Grenchen

Navigatorisch nicht immer ganz die einfachste Umgebung

Diese letzte Sichtflugphase schlossen wir mit einem internen Checkflug ab. Nach einer erneuten Hürde widmeten wir und das Erste mal dem Instrumentenflug in „Real Life“, hatten wir doch bereits erste Erfahrungen im Simulator in Kloten gemacht. Das Erste Mal durch eine echte Wolke zu fliegen war aufregend. Beim Flug durch Wolken besteht die Gefahr von räumlicher Desorientierung, welche manche von Uns anfangs ungewollt verspürten. Wenn man in der Wolke die Sicht auf den Horizont verliert dauert es nur wenige Sekunden bis einem das Gleichgewichtsorgan falsche Gefühlt vorspielt. Aus diesem Grund ist diese Instrumentflugphase so wichtig. Um zu Lernen sich auf die Instrumente zu verlassen und diese korrekt zu interpretieren auch wenn einem die Gefühle andere Sinne vorspielen.

Ebenfalls machten wir mit Nachtflug unsere ersten Erfahrungen. In der Nacht herrscht eine unglaublich schöne Stimmung mit all den Lichtern. Zusätzlich ist die Luft Kirchenstill – Momente zum geniessen. Navigatorisch ist Nachtflug jedoch nicht zu unterschätzen. Dabei gehen die markanten Gelöndepunkte verloren und es kann Stockdunkel im Landesinneren sein sodass sogar der Horizont nur schwer erkennbar ist. Gut haben wir bereits Erfahrung mit Instrumentenflug und können so sicher mit unseren grossen Bildschirmen weiterfliegen.
Die Landung während der Nacht ist ebenfalls mit optischen Täuschungen geprägt. Durch die schwarze Nacht verliert man viele Anhangspunkte wie hoch man ist und wann man aufsetzen wird. Dadurch ist es immer mal wieder zu etwas einer härteren Landung gekommen. Doch Übung macht den Meister!

 

 

Als Krönender Abschluss unserer praktischen Ausbildung in den USA konnten wir die zweimotorige Piper Seminole mit Einziehfarwerk fliegen. Die Seminole ist deutlich mehr Flugzeug als die Warrior. Alle Systeme sind etwas umfangreicher und grösser. Doch auch diesen Sprung haben alle von uns mit etwas Übung gut gemeistert. Dank den zwei 180hp starken Lycoming Motoren konnten wir für uns einen ganz aussergewöhnlichen Ausflug nach Key West machen.
Zweimotorige Piper Seminole mit Einziehfahrwerk

Zweimotorige Piper Seminole mit Einziehfahrwerk

Mit 140 Knoten (260 km/h) flogen wir Richtung Süden. Mit einem Zwischenstop für Crewchange in Miami ging es weiter entlang der Küste zu den Keys. Das türkisblaue Wasser mit den vielen Inseln sieht vom Flugzeug aus traumhaft schön aus.

Angekommen in Key West verbrachten wir unseren ersten Nightstop in unserer Karriere. Mit dem Crewbus gings erstmals ins Hotel. Nach einem verdienten kühlen Bier machten wir die Bars in Downtown unsicher. Am folgenden Tag erkundeten wir vom Boot aus das schöne türkisblaue Wasser.
Ein erfolgreicher Ausflug endete in erfolgreichen Checkflügen mit den extra angereisten Schweizer Checkflugexaminer vom Bundesamt.

 

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